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DIE GROSSE KATASTROPHE VON RIO GRANDE DO SUL

von: Luíz Gustavo da Costa Farinha

RIO GRANDE DO SUL FLAGGE.


Der Anfang:


Rio Grande do Sul erlebt eine seiner schlimmsten Klimatragödien. Die seit mindestens einer Woche anhaltenden Regenfälle haben den gesamten Bundesstaat in einen Katastrophenzustand versetzt und werden voraussichtlich auch in den nächsten Tagen anhalten und weitere Schäden verursachen. Die offizielle Zahl der Todesopfer liegt bei über 100, und Hunderte von Menschen werden in den Fluten vermisst.

Meteorologen erklären, dass die Katastrophe das Ergebnis von mindestens drei Phänomenen ist, die die Region betreffen und durch den Klimawandel noch verschärft werden. Und der Trend wird sich noch verstärken, da weitere Regenfälle vorhergesagt sind.

Die Situation begann am 26. April, als das Nationale Meteorologische Institut (Inmet), das mit der Bundesregierung verbunden ist, eine Unwetterwarnung für den Bundesstaat herausgab. An diesem Tag war noch Regen in einigen Regionen des Bundesstaates vorhergesagt. Doch im Laufe der Tage verschlimmerten sich die Schäden.


Nach Ansicht von Experten ist das Unwetter auf mehrere Faktoren zurückzuführen:

Ein Trog, eine intensive Windströmung, lag über der Region und machte das Wetter instabil;

Hinzu kam ein Korridor mit Feuchtigkeit aus dem Amazonasgebiet, der die Stärke des Regens erhöhte;

Verschärft wurde das Szenario durch eine atmosphärische Blockade, eine Folge der Hitzewelle, die das Zentrum des Landes trocken und heiß machte, so dass sich der Regen auf die Randgebiete konzentrierte.

Vor und nach der RS.


Zeitleiste:


26/04/2024:


Am 26. April 2024 gab es eine Nachricht, mit der niemand gerechnet hatte.


Die Regenfälle trafen Rio Grande do Sul (RS), was zu diesem Zeitpunkt nichts Außergewöhnliches war, aber man wusste nicht, dass der Alptraum noch kommen würde.


27/04/2024:


Am 27. April 2024 setzte sich das Regenszenario in Rio Grande do Sul fort, es begann zu regnen und das Schlimmste stand noch bevor.


28/04/2024:


Am 28. April 2024 gab das Nationale Meteorologische Institut (INMET) für den gesamten südlichen Teil des Bundesstaates RS eine orangefarbene Unwetterwarnung aus. Die kumulierten Niederschlagsmengen lagen zwischen 50 und 100 Millimetern.


Zusätzlich zu den Niederschlägen könnten in der Region Windböen zwischen 60 und 100 km/h auftreten, begleitet von Hagel. Es bestehe auch die Gefahr von Stromausfällen, umstürzenden Bäumen, Ernteschäden und Überschwemmungen, heißt es in der Warnung.


29/04/2024:


Am 29. April 2024 gab das Nationale Meteorologische Institut (INMET) eine rote Warnung mit einem hohen Risiko für akkumulierte Regenfälle in der RS heraus. Es bestand eine hohe Wahrscheinlichkeit von Überschwemmungen und Flussüberläufen sowie von Erdrutschen. Darüber hinaus galt für ganz Rio Grande do Sul gelbe und orange Unwetterwarnung, die bis zum Abend des 2. Oktober (Donnerstag) gültig war.


30/04/2024:

Am 30. April 2024 erreichten die Stürme:

  • Betroffene Gemeinden: 104;

  • Tote: 8;

  • Verletzte: 6;

  • Vermisst: 21;

  • Menschen in Notunterkünften: 198;

  • Verdrängt: 95;

  • Betroffene: 3.742.


01/05/2024:


Am 1. Mai 2024 forderten die schweren Stürme 10 Tote, 21 Vermisste und 11 Verletzte sowie 4.400 Obdachlose und Vertriebene, und die Katastrophe dauert noch an.


02/05/2024 e 03/05/2024:


Am 02. Mai 2024 stieg der Pegel des Guaíba im Bundesstaat RS mit einer Alarmstufe an. Am 3. Mai 2024 war er bereits auf Hochwasser- und Tragödienniveau und erreichte mit 4,6 Metern den höchsten Stand seit dem Hochwasser von 1941 mit 4,76 Metern.


Derzeit sind im Bundesstaat RS folgende Gemeinden betroffen:


  • Betroffene Gemeinden: 437;

  • Bestätigte Todesfälle: 157;

  • Verletzte: 806;

  • Vermisste: 88;

  • Menschen in Notunterkünften: 76.955;

  • Vertriebene: 581.633;

  • Betroffene: 2.000.000.


Helfen wir unserem Land! Lasst uns unserem Volk helfen! Lasst uns Rio Grande do Sul helfen!











 
 
 

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